Hochsitz Rotte/ März 10, 2018

Ansitz in der Kälte

Vergangenes Wochenende hatten wir das vermutlich kälteste Wochenende in diesem Winter. In Mecklenburg Vorpommern kletterte das Thermometer auf -14°C. Den Gefahren und der Kälte zum trotz machte sich eine kleine Hochsitz Rotte bestehend aus drei Jägern auf den Weg und verbrachte drei Nächte bei eisiger Kälte auf dem Ansitz, um Mond und Lichtverhältnisse zu nutzen und Strecke zu machen. Ziel war es Schwarz- und Raubwild vom Ansitz zu bejagen.

Noch wichtiger war es für uns Erfahrungen zu sammeln und zu testen, mit welchen Hilfsmitteln wir der Kälte Paroli bieten können. Auf dieser Seite stellen wir verschiedene Produkte vor, deren Bewährung bei solchen Temperaturen noch offen steht.

Erste Überlegungen für den Ansitz

Nach langer Anreise überlegten wir beim gemeinsamen Abendessen, wer wo sitzen soll und welches Equipment am sinnvollsten ist.
Natürlich gibt es bei solchen Überlegungen eine Vielzahl an Faktoren, die bei so einer „waghalsigen“ Aktion zu berücksichtigen sind. Neben Wind und Lichtverhältnissen ist auch der Standort ein wesentlicher Faktor, der bei der Wahl des Equipments eine Rolle spielt.
Nachdem wir uns geeinigt hatten, berieten wir zusätzlich die möglichen Folgen unseres Ansitzens. Gerade bei solchen Temperaturen steht die Gesundheit an erster Stelle! Immer wieder hören wir von Unterkühlungen (Hypothermie). Diese oft unterschätzte Gefahr kann zum Tode führen. Auch wenn ein schneller Temeperaturwechsel kann gefährliche Folgen nach sich ziehen.

Eine Scherenleiter bietet bei diesen Witterungsverhältnissen kaum genügend Schutz um sich dem eisigen Wind entgegen zu stellen. Trotzdem gehörte auch diese Reviereinrichtung zu unserem Test.
Um es vorweg zu nehmen: Geht gar nicht ⛄
Auf Grund der Kälte waren alle Sprossen und Verbindungen so steif gefroren, dass jede Bewegung einen Ton von sich gab und es kaum möglich war, die Utensilien zu benutzen. Daher gab es nur wenig, was hier eingesetzt worden konnte, um der Kälte zu strotzen. Neben dem Ansitzsack, der gerade hier einige Probleme bereitet, da dieser recht schwierig zu Händeln ist, gab es auch keine Möglichkeit für andere aktive Wärmequellen. So wurde als aktive Wärmequelle zum einen die gute alte Thermoskanne mit Tee genutzt und zum anderen ein richtiger Mehrwert für die Jagd, den wir hier einmal kurz vorstellen:

Der Taschenofen

Viele kennen ihn in zwei Varianten, nämlich

    den Benzin Taschenofen

Hier die Anzeige von Amazon

    den Kohlestäbchen Ofen

Hier die Anzeige

Beide Öfen bieten Wärme, bereiten aber auch oft Schwierigkeiten. Wer kennt es nicht, die Probleme beim Anzünden der Öfen? Alle kleinen Tricks zum Trotz (Kohlestäbe in Wachs eintauchen, Löcher verändern um einen Kamineffekt zu erzielen,…)

Der Akku-Taschenofen

Hierbei handelt es sich um eine Powerbank, die nicht nur Energie für das Handy spendet, sondern auch weitere Funktionen bietet, wie die Wärmestrahlung. Bei Amazon bestellten wir uns zwei dieser Öfen:
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Auch hier vorweg: Super!!!
Wir entschieden uns für diesen Ofen, da mit 6000Ah die Akkuleistung als besonders hoch erschien und unsere Erwartungen wurden übertroffen. In allen drei Nächten probierten wir dieses Gerät aus und wurden nicht enttäuscht.

    Bei einer dauerhaften Nutzung hielt der Ofen mehr als vier Stunden
    Nach dem Ausschalten kühlt der Ofen zwar schnell aus, aber innerhalb einer Minute ist er wieder auf Temperatur
    Die integrierte Taschenlampe hilft im Rucksack benötigtes schnell zu finden (nicht während des Ansitzen benutzen)
    Über USB schnell und überall zu laden (Handyladekabel) und selbsterklärend bei dem Ladestatus

In den nächsten Tagen werden wir euch weitere Einzelheiten berichten.
Bis dahin wünschen wir wie immer viel Waidmannsheil und immer einen guten Anblick, von wo auch immer ihr herunter schau!
Eure Hochsitz Rotte

1 Kommentar

  1. Moin zusammen,

    klasse Bericht. den Akku-Taschenofen kann ich auch nur empfehlen!

    BG

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