Hochsitz Rotte/ Januar 26, 2018

Prädatorenbejagung – Ein Bild für die Öffentlichkeit

In der letzten Wochen erhalten wir immer häufiger Nachrichten von Jäger*innen, die eine Anfeindung gegenüber Prädatorenbejagung betreffen.
Auch die Kreisjägerschaft Köln muss sich gerade mit ideologiegeleiteten Äußerungen des BUND auseinandersetzen, welcher fordert die Fuchsjagd sofort zu beenden.

Gerade in Städten scheint der Bürger von Organisationen „eingelullt“ zu werden, die ihm eine schöne heile Welt suggerieren, in der Fuchs und Hase sich Abends gute Nacht sagen und dieser Einklang nur durch Jäger gestört wird. Schnell werden Petitionen aufgestellt und Unterschriften eingesammelt. Mit unhaltbaren wissenschaftlichen Arbeiten, bzw. der falschen Interpretation derer, wird Bürgern ein Bild gezeichnet, welches fern jeder Realität liegt.
Sogar in einer kürzlich ausgestrahlten Fernsehserie auf der ARD stellten wir mit bedauern fest, dass die Jagd auf den Fuchs eine zu hohe Hasenpopulation zur Folge hat, welches dann zur angeblichen Jagdlegitimation der Hasen führt.

Welche Argumente können wir entgegnen?

Wissenschaftliche Studien entkräften

Gerade vermeintliche Wissenschaftliche Studien werden herangezogen, um Meinungen und Äußerungen der selbsternannten Naturschützer Gewicht zu verleihen. Häufig zielen diese Studien auf ein „Nebeneinander-Leben“ und selbstregulierende Natur ab. Wo es bei diesen „Studie-Argumenten“ fehlt, sind neben der nachweislich genannten Institution, Name des Autors, Zeitpunkt der Veröffentlichung und Ziel auch die drei wichtigsten Faktoren einer Studie:

    Objektivität
  • Das Resultat / das Ergebnis der Studie darf nicht von der Person abhängen, die sie durchgeführt hat.
    1. Reliabilität
  • Zuverlässigkeit, bei einer Wiederholung sollte das Ergebnis identisch sein.
    1. Validität
  • Wie gut eignet sich diese Studie um genau diese Aussage zu tätigen
  • Die meisten dieser angeblichen Studien können diesen Kriterien kaum Stand halten. Gerade Objektivität und auch Validität werden außer Acht gelassen, da niemand gerne in die Hand beißt, von der gefüttert wird.

    Wissenschaftliche Studien entgegnen

    Natürlich gibt es auch Studien, die den Nutzen der Prädatorenbejagung sehen und sogar vermehrt fordern!
    Eine der bekanntesten Projekte ist das Prädatorenmanagement am Dümmer. Hier wurde der Bruterfolg von Bodenbrütern beobachtet und verschiedene Maßnahmen untersucht.
    Nur zwei Maßnahmen führten zu einem gewünschten Ergebnis:

      Einzäunung
      aktive Prädatorenbejagung

    Da die Einzäunung neben hohen Kosten auch andere Probleme mit sich bringt, wurde sogar vom NABU die gezielte Prädatorenbejagung positiv anerkannt. In einem Statement des NABU heißt es:

    „Verschiedene Studien … zeigen ebenfalls, dass (neben vielen weiteren Arten) vor allem Füchse für die Verluste bei den Küken verantwortlich sind. Ohne eine Strategie zur Senkung der Prädationsrate wird es trotz aller Anstrengungen wohl nicht gelingen, einen zum Bestandserhalt notwendigen Bruterfolg der Wiesenvögel sicherzustellen. Ein Teil der Strategie könnte sein, die Ansiedlungs- und Deckungsmöglichkeiten für Beutegreifer in den wichtigsten Brutgebieten zu reduzieren. Experimentiert werde auch mit Schutzzäunen, die das Eindringen des Fuchses verhindern sollen. Nach aktuellen Erkenntnissen sei aber auch ein koordiniertes Wildmanagement unter Einbeziehung der Bejagung ein unverzichtbarer Teil der Strategie.“

    Fazit Brädatorenbejagung

    Auch wenn es zu vielen unterschiedlichen Meinungen auf diesem Gebiet der Jagd kommt, zusätzlich immer mehr Organisationen und Vereine sich gegen die Bejagung von Fuchs, Marder, Dachs, Hauskatze und Neozonen wie Waschbär, Marderhund und Mink gründen, ist es für uns Waidleute eine wichtige Hegemaßnahme für das Niederwild!
    In der heutigen Kulturlandschaft schaffen Niederwild und Bodenbrüter nicht sich in entsprechender Anzahl zu reproduzieren, ohne eine aktive Prädatorenbejagung. Der Lebensraum wird immer kleiner und auch geringer, während sich Beutegreifer überproportional vermehren und sogar neue „Feinde“ ins Land ziehen.
    Neben dem Schutz des Niederwildes spricht auch eine Regulierung der Prädatoren. Gerade Fuchs und verwilderte Hauskatze können als Krankheitsüberträger auch für den Menschen gefährlich werden.
    Daher appellieren wir an alle Jäger*innnen ihren Hegegedanken wahr zu nehmen und dem schwächsten Glied der Nahrungskette beizustehen, was letztendlich allen hilft!
    Waidmansheil und immer einen guten Anblick, von wo auch immer ihr herunter schaut.

    Eure Hochsitz Rotte

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