Gänse auf dem Vormarsch

Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht und mach dann noch ´nen zweiten Plan.
Gehen tun sie beide nicht!
B. Brecht Die Dreigroschenoper
So oder so ähnlich könnte man die Versuche beschreiben, mit denen die „Gänsezucht“ in den Städten von vielen Naturschützern eingedämmt werden soll.
Gänse machen es dem Menschen nach und werden Urban. In den großen Städten ist das Aufkommen von Wildvögeln zu einer regelrechten Plage geworden. Ornithologen des NABU schlagen daher vor, bis zur Mauser zu warten, um die Tiere dann einzufangen um sie an geeigneteren Plätzen wieder auszuwildern. Das dieser Plan nur schwer umzusetzen ist und wahrscheinlich nur hohe Kosten verursacht, dürfte den meisten Menschen Bewusst sein. Aber genau von Menschen ist diese Problematik größtenteils hervorgerufen.

Die Stadt

Bei dem Besuch eines kleinen Stadparks in Düsseldorf beobachteten wir das Treiben auf dem Teich. Wir setzten uns mit Geschäftspartnern auf eine Bank und beobachteten eine unglaubliche Zahl an Federwild in dem kleinen See des Parks.
Eigentlich dürften diese Mengen gar nicht genug Nahrung in den dann doch eher kleinen Grünflächen finden. INteressiert recherchierten wir, dass auch größere Parks wie z.B. der Nordpark in Düsseldorf mit einer Gesamtfläche von 36ha mit knapp 900 Wasservögel und weiteren Tiere bevölkert ist. Auch bei diesen Verhältnissen kann dfas natürliche Nahrungsvorkommen nicht zur Versorgung aller Tiere ausreichen. Also wie versorgt sich das Federwild um dann auch noch so hohe Reproduktionszahlen aufzuweisen?

Die Städter selber sorgen für das Wohlbefinden der Vögel! Auch wenn an den Eingängen von Parkanlagen darauf hingewiesen wird, dass keine Fütterung erlaubt ist, halten sich nicht alle Bewohner an diese Vorschrift. Gerade letzte Woche beobachteten wir eine ältere Dame, die aus ihrem Trolley Tütenweise Körner holte und diese direkt auf die an den Teich grenzende Wiese kippte. Aufmerksam geworden durch den gezielten Abgang des Federwildes, sahen wir die Frau eine Tüte nach der anderen auskippen.
Wir gingen sofort um den Teich, um die Frau zu konfrontieren. Alle Versuche ihr die Problematik zu verdeutlichen, zeigten kein Verständnis. So verschwand die Frau und erklärte nur: Die „armen Vögel“. Uns blieb nichts anderes übrig, als das Ordnungsamt zu informieren. Wir erzählten unsere Geschichte und baten zur entsprechenden Zeit verstärkt zu patrouillieren. Zusätzlich boten wir Hilfe bei dem Bau eines Hochsitzes in dem Park an. Leider stießen wir mit diesem Vorschlag auf keinen fruchtbaren Grund.
[1]

Und was ist mit dem Land?

Aber nicht nur in den Städten steigt die Anzahl der Gänse. Auch auf dem Land wächst von Jahr zu Jahr die Population. Gerade invasive Arten wie die Nilgans bereiten heimischen Arten Probleme. Das aggressive Verhalten dieser neozoen Art vertreibt heimische Arten wie z.B. die Stockente von ihren Brutplätzen. Sogar dem Fuchs soll sie sich laut Berichten einiger Waidgenossen stellen und macht damit sogar der Brandgans Konkurrenz, von der wir als einzige solch ein Verhalten kannten. Zusätzlich kommt es zu erheblichen Fraßschäden und Verkotungen der landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Nachdem die Nilgans von den zuständigen Gremien der EU zur invasiven Art erklärt wurde, ermöglichen sich dadurch natürlich auch neue Regulationsmaßnahmen.

Wenn in einigen Teilen der Republik bereits über die Gatterbejagung debattiert wird, möchten wir uns davon komplett abgrenzen. Bei allen Problemen die lange im Vorfeld verursacht wurden, darf nicht unser Waidgedanke auf der Strecke bleiben. Wenn zu einer Gatterbejagung gegriffen wird, dann sollten die Verursacher der Invasion selber Hand anlegen und die Tiere selber „kontrolliert“ Töten. Vielleicht können sich Politiker und Umweltschützer ja ein Beispiel an unseren Nachbarn, den Niederlanden nehmen. Hier werden schon länger Gatterbejagungen durchgeführt. Das dann kontrollierte Töten kann jeder Interessierte selber bei Google nachlesen.

Waidmannsheil und Horrido, von wo auch immer ihr runter schaut
Eure Hochsitz Rotte

  1. [1] Auf der anderen Seite verfolgen wir diese Idee weiter! Vielleicht erreichen wir durch Hochsitze in Parks die Aufmerksamkeit der Bürger. So kann man das Fütterungsverbot untermauern und überspitzt verdeutlichen, zu welchen Maßnahmen Jäger, Ordnungsamt und Naturschützer gezwungen werden.

 

 

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Gänse auf dem Vormarsch

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Der urbanen Gans soll es an den Kragen gehen. Es sind zu viele Gänse in den Städten und auch auf dem Land. Wir gehen eine der Ursachen auf den Grund. Invasive Arten wie die Nilgans wurden lange geschützt. Zusätzlich erhält sie durch Fütterungen und den Mangel an natürlcuichen Beutefeinden genügend Schutz in der Stadt. Jetzt wird die neozoene Art von den entsprechenden Gremien der EU zu den invasiven Arten deklariert. Was bedeutet das für die Jäger und wie kann in befriedeten Bezirken eine Regulierung statt finden?
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